Lage: Zentral auf der Halbinsel Schwansen, Kreis Rendsburg-Eckernförde.
- Zugehörigkeit: Amt Schlei-Ostsee.
- Ortsteile: Loose und Loosau.
- Verkehr: Anbindung an die Bäderstraße B 203.
- Infrastruktur: Kindergarten, Bürgerbegegnungsstätte. Die Grundschule wurde 2006 geschlossen.
Wappen-Beschreibung und Bedeutung

Die im Wappen dargestellte Rose hat übrigens keinen direkten Bezug zur Namensherkunft, sondern symbolisiert die zentrale Lage auf der Halbinsel Schwansen.
- Blasonierung: In Gold unter blauem Wellenschildhaupt und über blauem Wellenschildfuß eine rote Rose mit grünen Kelchblättern zwischen zwei grünen Eichenblättern.
- Symbolik:
- Blaues Wellenschildhaupt: Symbolisiert die Schlei (im Norden).
- Blauer Wellenschildfuß: Symbolisiert die Ostsee (im Süden).
- Rote Rose: Steht für die Mittellage des Ortes auf der Halbinsel Schwansen.
- Eichenblätter: Verweisen auf den einstigen Eichenwald der Gegend (Isarnhoe) und repräsentieren die beiden Ortsteile Loose und Loosau.
Chronik
- 1339: Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes als „in uilla Losæ“.
- Mittelalter: Loose gehört zum Gutsbezirk des Ritterguts Saxtorf.
- 1865: Nach dem Übergang Schleswigs an Preußen wird Loose eine eigenständige politische Gemeinde.
- 1888–1958: Betrieb des Bahnhofs Loose an der Kreisbahn Eckernförde-Kappeln.
- 1931: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Loose (am 5. Januar).
- 1964: Bau der Kapelle Loose der Kirchengemeinde Rieseby.
- 1970: Loose wechselt aus dem Amt Rieseby in das damalige Amt Windeby.
- 1997: Bau der Bürgerbegegnungsstätte als Gemeindezentrum.
- 2006: Schließung der Grundschule Loose.
- 2008: Loose wird Teil des neugebildeten Amtes Schlei-Ostsee.
- 2023: Abriss der 2020 entwidmeten Kapelle Loose
Etymologie (Namensherkunft) von Loose
Der Ortsname Loose (erstmals 1339 als „in uilla Losæ“ erwähnt) lässt sich auf mehrere mögliche alt- und mittelniederdeutsche bzw. altdänische Wurzeln zurückführen. Die genaue Herkunft ist nicht abschließend geklärt, aber es gibt folgende Hauptdeutungen:
- Mittelniederdeutsch lose:
- Bedeutung: Wasserlösung oder Abzugsgraben.
- Hintergrund: Dies würde auf die Lage des Ortes an einem Entwässerungsgebiet oder einem Gewässer hinweisen.
- Altdänische Entsprechung zu altenglisch hlose:
- Bedeutung: Schweinestall oder Schuppen.
- Hintergrund: Dies deutet auf die landwirtschaftliche Nutzung oder die Bauweise der frühen Siedlung hin.
- Altnordisch Lo und -sø:
- Lo (altn. laukr): Lauch oder Meeresrand.
- -sø: See oder Gewässer.Hintergrund: Dies würde die Nähe zur Schlei und zur Ostsee unterstreichen.
Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Höppner