
Die Freiwillige Feuerwehr Loose ist ein zentraler und wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens und der Sicherheitsstruktur in der Gemeinde.
- Gründungsdatum: Die F.F. Loose wurde am 5. Januar 1931 gegründet.
- Organisation: Sie ist eine von mehreren Freiwilligen Feuerwehren im Amt Schlei-Ostsee und zuständig für den Brandschutz sowie die technische Hilfeleistung in den Ortsteilen Loose und Loosau.
- Aktive Mitglieder: Die Feuerwehr wird von einer engagierten Gruppe ehrenamtlicher Bürger getragen. Die Zahl der aktiven Mitglieder schwankt, ist aber entscheidend für die Einsatzbereitschaft der Gemeinde

von lks. stv. Gemeindewehrführer Brandmeister Hauke Harrs, Gruppenführer und Löschmeister Sönke Jürgensen und Gemeindewehrführer Oberbrandmeister Florian Jöns
Ausrüstung und Gerätehaus:
Die Feuerwehr verfügt über moderne Einsatzfahrzeuge und Technik, die regelmäßig gewartet und auf dem neuesten Stand gehalten wird.
Das Gerätehaus dient als Unterkunft für die Fahrzeuge und als Treffpunkt für Übungsdienste und Versammlungen.
Jugendarbeit: Viele Wehren in der Region legen großen Wert auf die Jugendfeuerwehr (oft in Spielgemeinschaften mit Nachbarwehren), um den Nachwuchs frühzeitig zu sichern und an die Aufgaben heranzuführen. Informationen zur Jugendabteilung in Loose müssten beim Amt Schlei-Ostsee oder der Wehrführung direkt erfragt werden.
Soziale Rolle: Über die reinen Einsatzaufgaben hinaus spielt die Feuerwehr eine große Rolle im Gemeinschaftsleben. Sie organisiert oft Feste, Umzüge oder unterstützt andere Veranstaltungen in der Bürgerbegegnungsstätte (BBS).
Kurz gesagt: Die F.F. Loose ist seit fast 100 Jahren ein unverzichtbarer Dienstleister für die Sicherheit und ein wichtiger Träger des sozialen Lebens in der Gemeinde.
Das ist eine sehr gute Frage, denn oft wird übersehen, dass die Freiwillige Feuerwehr (FF) kein bloßer „Verein“ ist, sondern eine kommunale Einrichtung. Sie nimmt der Gemeinde eine gesetzliche Pflichtaufgabe ab, die diese sonst auf andere (und sehr viel teurere) Weise lösen müsste.
Hier ist eine Übersicht, was die Freiwillige Feuerwehr einer Gemeinde konkret „verschafft“:
Erfüllung gesetzlicher Pflichtaufgaben (Rechtssicherheit)
Jede Gemeinde in Deutschland ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Brandschutz und die technische Hilfeleistung sicherzustellen. Die Gemeinde muss also dafür sorgen, dass es eine Feuerwehr gibt.
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Die FF „verschafft“ der Gemeinde die Erfüllung dieser Pflicht: Die ehrenamtlichen Mitglieder übernehmen diese hoheitliche Aufgabe im Auftrag des Bürgermeisters. Ohne sie müsste die Gemeinde eine Pflichtfeuerwehr (Zwangsverpflichtung von Bürgern) aufstellen oder eine teure Berufsfeuerwehr finanzieren.
Massive finanzielle Entlastung
Das ist oft der wichtigste Punkt für die Gemeindekasse.
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Personalkosten: Eine Berufsfeuerwehr erfordert rund um die Uhr bezahltes Personal. Das ist für kleine und mittlere Gemeinden unbezahlbar. Die Freiwillige Feuerwehr leistet diese Arbeit unentgeltlich (abgesehen von kleinen Aufwandsentschädigungen).
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Ersparnis: Die Gemeinde spart jährlich Millionenbeträge an Gehältern und Sozialabgaben, die sie sonst für festangestellte Brandmeister ausgeben müsste.
Sicherheit und Standortvorteil
Die FF sorgt für einen direkten Standortvorteil für die Gemeinde und die dort ansässige Wirtschaft.
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Schnelligkeit: Da die Freiwilligen direkt im Ort wohnen und arbeiten, sind sie oft schneller vor Ort als eine Wache, die erst aus der nächsten Kreisstadt anrücken müsste.
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Versicherungsschutz: Eine gut aufgestellte Feuerwehr sorgt oft dafür, dass Gebäudeversicherungen für Unternehmen und Bürger bezahlbar bleiben (durch günstigere Risikoeinstufungen).
Soziales Kapital und Jugendarbeit
Abseits der Einsätze „verschafft“ die Feuerwehr der Gemeinde einen immensen sozialen Mehrwert:
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Jugendarbeit: Die Jugendfeuerwehr ist in vielen Orten die größte und aktivste Jugendorganisation. Sie übernimmt wichtige pädagogische Aufgaben, vermittelt Werte wie Hilfsbereitschaft und Teamgeist.

Mädchen im Schulbus erleidet einen Kreislaufzusammenbruch
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Kulturelles Leben: In vielen Dörfern ist die Feuerwehr der Motor des gesellschaftlichen Lebens (Ausrichten von Festen, Osterfeuer, Maibaumaufstellen, Begleitung von Umzügen).
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Integration: Die Feuerwehr integriert Menschen unterschiedlichster Herkunft und Berufe. Dort arbeitet der Handwerker Hand in Hand mit dem Akademiker.
Katastrophenschutz
Bei Großschadenslagen (Hochwasser, Sturm, Stromausfall) ist die Freiwillige Feuerwehr oft die einzige sofort verfügbare Personalreserve der Gemeinde.
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Sie verfügt über „Manpower“ und technisches Gerät (Notstromaggregate, Pumpen, Fahrzeuge), auf das die Gemeinde im Krisenfall sofort zugreifen kann.
Zusammenfassung
Die Freiwillige Feuerwehr verschafft der Gemeinde Loose Handlungsfähigkeit. Sie garantiert, dass die Gemeinde ihre Bürger schützen kann, ohne dabei finanziell auszubluten, und stärkt gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt im Ort.
Ein möglicher nächster Schritt für dich:
Interessierst du dich für die rechtlichen Details (z. B. was passiert, wenn keine Freiwilligen da sind) oder eher dafür, wie man eine solche Feuerwehr unterstützen kann?
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Der klassische und bekannteste Leitspruch der Feuerwehr im deutschsprachigen Raum lautet:
„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.
Dieser traditionelle Wahlspruch (oft auf den Fahnen der Feuerwehr zu finden) fasst den Grundgedanken des Feuerwehrwesens zusammen:
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„Gott zur Ehr“: Dies stammt aus der historischen Tradition. Es bedeutet, dass der Dienst am Menschen auch als Dienst an Gott verstanden wurde. Heute wird es oft als Ausdruck einer tiefen ethischen Überzeugung und Traditionspflege verstanden.
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„Dem Nächsten zur Wehr“: Das ist der kernpraktische Teil. Es bedeutet, den Mitmenschen (dem Nächsten) zu helfen, ihn zu schützen und Gefahren von ihm abzuwehren – unabhängig von Ansehen oder Person.
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„Auch aus der Ferne lässt sich helfen: Werde passives Mitglied! Sonja und ich wohnen zwar seit 18 Jahren in Kiel, fühlen uns der F.F. Loose aber immer noch eng verbunden. Wie herzlich diese Gemeinschaft ist, durften wir bei einem unvergesslichen Abend auf dem wunderschönen Grundstück von Bianka und Hauke Harrs in Loose wieder spüren. Wir danken euch von Herzen für diese schönen Stunden.“
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Die Führungspositionen der Freiwilligen Feuerwehr Loose (F.F. Loose) werden durch gewählte und ernannte ehrenamtliche Kräfte besetzt.
Gemeindewehrführer (Leiter):
- Florian Jöns (Dienstgrad: Oberbrandmeister)
Stellvertretender Gemeindewehrführer:
- Hauke Lassen (Dienstgrad: Brandmeister)
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Loose (Auszüge)
Vor der Gründung (bis 1931)
1776: Erste Regelungen zum Feuerlöschwesen (Brandverordnung).
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1889: Polizeiverordnung, betreffend das Feuerlöschwesen, markiert die Gründung einer Brandwehr in Loose.
- Zu dieser Zeit beteiligten sich alle männlichen Einwohner an den Löscharbeiten, oft durch Eimerketten.
- Der Leiter der Brandwehr wurde als Brandmeister bezeichnet.
- Der Dienst war verpflichtend, und die Brandwehr gliederte sich in einen Löschzug.
Gründung und Motorisierung (1931 – 1948)
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05. Januar 1931: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Loose. Die Wehr zählte zum Gründungszeitpunkt 23 Mann.
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1930er Jahre: Das gesamte Feuerlöschwesen wurde motorisiert und der Feuerwehrdienst aktiviert.
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1942 bis 1947: Aus dieser Zeit fehlen leider die Aufzeichnungen und Protokolle.
Nachkriegszeit und Aufbau (ab 1948)
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Ab 1948: Der Feuerwehrdienst wird wieder aktiviert.
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04. Juli 1949: Die F.F. Loose erhält ihr erstes Löschgruppenfahrzeug.
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1950er bis 1970er Jahre: In dieser Zeit fand eine intensive Ausbildung und technische Verbesserung statt.
- Mai 1968: Die Wehr stellt sich erfolgreich der Wertungskommission und erwirbt die Bronzene Leistungsplakette.
- 23. September 1972: Erwerb der Silbernen Leistungsplakette mit Bestleistung im Amt Windeby.
Neuzeit und moderne Führung (ab 1992)
- Ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 8 Iveco) als Ersatz für das Modell von 1965 wird in Dienst gestellt.
- Gründung der Jugendfeuerwehr unter der Federführung von Lothar Jöns.
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2001: Das Feuerwehrhaus wird an moderne Anforderungen angepasst.
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02. Juni 2007: Einweihung des umgebauten Feuerwehrhauses.
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2008 & 2010: Die Wehr besteht erfolgreich die Leistungsbewertung Roter Hahn (Stufe 1 und 2).
Die Chronik der F.F. Loose erwähnt auch folgende Personen, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Wehr spielten:
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Lothar Jöns: War ab 1988 Gemeindewehrführer (Hauptbrandmeister) und wurde 2012 mit dem Schleswig-Holsteinischen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Seine Verdienste umfassten die Modernisierung von Gerät und Feuerwehrhaus sowie die Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 1992.
- Im Jahr 2002 wurde Lothar Jöns stellvertretender Amtswehrführer und im Jahr 2003 Amtswehrführer (im alten Amt Schwansen), was eine höhere Funktion im Kreisfeuerwehrverband ist, die er parallel oder nach seiner Zeit als Gemeindewehrführer von Loose innehatte.
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Hans Kaack: Erhielt 2005 das Schleswig-Holsteinische Ehrenkreuz in Bronze. Er engagierte sich über 43 Jahre im Dienst und war unter anderem Gerätewart, Sicherheitsbeauftragter und stellvertretender Gemeindewehrführer.
Ein Leben für die Feuerwehr in Loose – 29.01.2019

Bei der F.F. Loose wurden Heinrich Heylmann (50 Jahre) und Heinrich Harrs (60 Jahre) für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Anwesend waren der stv. Amtswehrführer Nils Juhl (links) und der Wehrführer von Loose, Lothar Jöns (rechts).
Nachbarwehren und Zusammenarbeit im Amt Schlei-Ostsee
Die Freiwillige Feuerwehr Loose arbeitet eng mit ihren Nachbarwehren und der Amtsverwaltung zusammen, um die Sicherheit in der gesamten Region zu gewährleisten:
- Zusammenarbeit auf Schwansen: Loose liegt im Herzen von Schwansen. Im Alarmfall werden die Feuerwehren nach einem festgelegten Alarm- und Ausrückeplan (AAO) alarmiert. Dabei rücken bei größeren Ereignissen sofort die Wehren der Nachbardörfer mit aus.
- Wichtige Nachbarwehren sind unter anderem:
- F.F. Rieseby: Rieseby ist der größte Ort in der Nähe und spielt oft eine zentrale Rolle.
- F.F. Barkelsby: Liegt südlich von Loose, direkt an der B 203.
- F.F. Vörde/Windeby: Südlich in Richtung Eckernförde.
- Amt Schlei-Ostsee: Alle Feuerwehren in diesem Amtsbereich (früher unter anderem die Ämter Schwansen, Windeby und Schlei) sind organisatorisch eng verbunden. Dies sichert eine gemeinsame Ausbildung, die Beschaffung von Fahrzeugen und die Koordination bei Großeinsätzen.
- Gemeinsame Dienste: Die Feuerwehren halten oft gemeinsame Übungen ab, um die Kommunikation und das Vorgehen bei Verkehrsunfällen oder größeren Bränden zu optimieren.
Wehrführer:
Oberbrandmeister Florian Jöns – Mühlenweg 34 – 24366 Loose – Tel. 0157 8844 5403 – eMail: f.Joens@gmx.de
Sein Stellvertreter ist Brandmeister Hauke Lassen – Mühlenweg 81 – 24366 Loose – Tel. 04358 422 – eMail: hauke-lassen@gmx.de
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Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Höppner
Bilder: FF Loose